Kryptowährungen werden im Online-Glücksspiel immer häufiger als Zahlungsmittel angeboten. Dennoch halten sich lizenzierte europäische Casinos bei ihrer Einführung weiterhin zurück. Eine am 30. Juli 2026 von Kasinohai veröffentlichte Studie untersuchte 2.554 Casino-Marken in 24 Märkten. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen national regulierten Anbietern und Casinos, die ohne entsprechende lokale Lizenz Spieler aus diesen Ländern akzeptieren.
Der Untersuchung zufolge boten 1.283 Casinos, also 50,2 % der untersuchten Anbieter, mindestens eine Kryptowährung als Zahlungsmethode an. Bitcoin war bei 98,2 % der Casinos mit Krypto-Zahlungen verfügbar, gefolgt von Ethereum mit 83,6 %. Diese Zahlen beziehen sich allerdings auf die beworbene Verfügbarkeit der Zahlungsmethoden und nicht auf tatsächlich durchgeführte Einzahlungen oder Transaktionsvolumen.
Besonders auffällig waren die Unterschiede bei den Lizenzen. Keines der 319 untersuchten national lizenzierten Casinos in Schweden, Rumänien, Italien und den Niederlanden akzeptierte Kryptowährungen innerhalb seines jeweiligen Heimatmarktes. In Deutschland boten lediglich zwei von 41 lokal lizenzierten Casinos Krypto-Zahlungen an. Dagegen unterstützten 70,6 % der Casino-Marken ohne deutsche Lizenz diese Zahlungsmethode.
Wer sich über ein Online-Casino informiert, sollte neben den verfügbaren Zahlungsmethoden auch andere wichtige Aspekte berücksichtigen. Die Website nolimit online casino verdeutlicht, wie vielfältig die Informationen rund um Casino-Spiele und Zahlungsfragen im Internet sein können. Vor einer Einzahlung sollten Spieler jedoch stets die Lizenz des jeweiligen Anbieters und die geltenden Zahlungsbedingungen überprüfen.
Nationale Glücksspielaufsichtsbehörden verpflichten Casino-Betreiber dazu, ihre Kunden zu identifizieren, verdächtige Transaktionen zu überwachen und die Herkunft eingezahlter Gelder zu prüfen. Kryptowährungen können diese Verfahren erschweren, da die Identifizierung des Inhabers einer digitalen Wallet nicht zwangsläufig nachweist, woher die darin befindlichen Vermögenswerte ursprünglich stammen.
Die britische Glücksspielaufsichtsbehörde UK Gambling Commission stuft Kryptowerte ausdrücklich als risikoreiche Zahlungsmethode ein. Betreiber, die Einzahlungen mit Kryptowährungen ermöglichen möchten, müssen die damit verbundenen Finanzkriminalitätsrisiken bewerten und die Aufsichtsbehörde über Änderungen ihrer Zahlungsmethoden informieren. Dadurch entsteht zusätzlicher Aufwand für die Einhaltung regulatorischer Vorschriften, auch wenn Kryptowährungszahlungen nicht grundsätzlich durch sämtliche Glücksspielgesetze verboten sind.
Die Studie ergab außerdem, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen von 30,6 % bei Casinos mit Markteinführung zwischen 2014 und 2016 auf 70,9 % bei Anbietern aus den Jahren 2023 bis 2026 gestiegen ist. Ein erheblicher Teil dieses Wachstums entfiel auf jüngere Offshore-Unternehmen und nicht auf etablierte europäische Lizenzinhaber, die digitale Währungen nachträglich eingeführt haben.

Kryptowährungen ermöglichen grenzüberschreitende Geldtransfers, ohne dass herkömmliche Banküberweisungen erforderlich sind. Für international tätige Glücksspielunternehmen kann dies interessant sein. Allerdings bringen Transaktionsgebühren, Kursschwankungen und nicht rückgängig zu machende Zahlungen zusätzliche Risiken mit sich. Schnellere Überweisungen bedeuten daher nicht automatisch einen besseren Verbraucherschutz oder zuverlässigere Auszahlungen.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Untersuchung betrifft Tether. Unter neueren Offshore-Casinos erreichte die Akzeptanz dieser Kryptowährung 82,8 %, während sie bei den zwischen 2014 und 2016 gegründeten Anbietern lediglich 21,8 % betrug. Anders als Bitcoin soll USDT einen stabilen Wert gegenüber dem US-Dollar halten. Risiken im Zusammenhang mit dem Herausgeber, der Liquidität und der Einlösung bleiben jedoch bestehen.
Die Studie zeigte außerdem Unterschiede beim Alter der Unternehmen. Bei Casinos mit Kryptowährungszahlungen lag das mittlere Gründungsjahr bei 2022, während es bei den übrigen Anbietern 2018 war. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die zunehmende Verbreitung von Kryptowährungen vor allem mit dem Markteintritt neuerer Betreiber zusammenhängt und weniger mit einer grundlegenden Veränderung der Zahlungspraktiken etablierter Lizenzinhaber.
Ein Casino, das Bitcoin akzeptiert, handelt nicht automatisch illegal. Die Lizenzvorschriften unterscheiden sich von Land zu Land. Eine im Ausland ausgestellte Glücksspiellizenz berechtigt einen Betreiber zudem nicht zwangsläufig dazu, Spieler aus einem anderen Staat anzunehmen. Deshalb sollten Kunden die Zulassung eines Casinos im offiziellen Register der zuständigen nationalen Glücksspielaufsichtsbehörde überprüfen.
Ebenso wichtig sind die Zahlungsbedingungen. Spieler sollten sich über Auszahlungsvoraussetzungen, Identitätsprüfungen, Transaktionsgebühren und mögliche Rückerstattungen von Kryptowährungseinzahlungen informieren. Blockchain-Transaktionen lassen sich in der Regel nicht rückgängig machen. Dadurch können falsche Wallet-Adressen und Streitfälle besonders schwerwiegende Folgen haben.
Die Ergebnisse von 2026 zeigen, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen und die nationale Glücksspielregulierung in Europa weiterhin weitgehend getrennte Bereiche bleiben. Aus der Untersuchung lässt sich jedoch weder ableiten, welche Geldbeträge Casinos tatsächlich über digitale Währungen abwickeln, noch beweisen, dass allein die Lizenzierung diese Unterschiede verursacht. Für Spieler sind eine nachprüfbare Zulassung, transparente Zahlungsregeln und zugängliche Beschwerdeverfahren weiterhin wichtigere Sicherheitsmerkmale als die Anzahl unterstützter Kryptowährungen.